Kamtschatka – Reich der Bären und Lachse

Ab3.350

Kamtschatka – Reich der Bären und Lachse

Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt machen Kamtschatka zu einem faszinierenden Reiseziel. Mit Hunderttausenden von Lachsen pro Jahr gehört der See Dwuchjurtotschnoje  zu den größten Laichplätzen der Halbinsel und bildet damit eine gewaltige Nahrungsquelle für Braunbären und Stellersche Seeadler.

Während Ihrer Wanderungen und Bootsfahrten in Begleitung bewaffneter Ranger werden Sie diese mächtigen Tiere aus der Nähe bestaunen können. Wegen seiner Abgeschiedenheit (erreichbar ausschließlich per Hubschrauber) gehört der See zu einem Geheimtipp. Auf Wunsch haben Sie die Möglichkeit zu angeln. Bei einer Bootsfahrt auf dem Pazifik beobachten Sie unzählige Seevögel, Robben und – mit etwas Glück – Orkas. Ein Hubschrauber-Flug ins weltberühmte Tal der Geysire lässt sich ebenfalls organisieren.

Unter anderem erwandern Sie die grandiose Vulkan-Gruppe Tolbatschik. Gemütliche  Abende am Lagerfeuer und Begegnungen mit Einheimischen vervollständigen die Eindrücke dieser Reise.

  • Garantierte Durchführung


Buchungsnummer: KV-108
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 Teilnehmerzahl: maximal 18 Personen
 Reisetermine

1. Tag: Anreise

Individueller Flug nach Moskau und am Nachmittag Weiterflug nach Petropavlovsk. Wir übernehmen für Sie gerne die Flugbuchung. (Flugdauer ca. 9 Std.). (-/-/-)

2. Tag: Petropavlovsk-Kamtschatskij

Vormittags erreichen Sie den Flughafen Elisovo, von dort aus erfolgt Ihr Transfer nach Petropavlovsk. Nach der Unterbringung in einem Hotel und Erholung fahren Sie nach Paratunka, um dort in den Heißwasser-Quellen zu baden. (-/-/-)

3. Tag: Bootsfahrt auf dem Pazifik oder Flug ins Tal der Geysire

An diesem Tag bestehen zwei optionale Möglichkeiten:
1). Während einer mehrstündigen Bootsfahrt in der Bucht Avatscha beobachten Sie neben reizvollen Landschaften unzählige Seevögel, Adler und Robben. Mit etwas Glück können Sie sogar einen Wal sehen. An den imposanten Felsen „Tri Brata“ („Drei Brüder“) vorbei fahren Sie aufs offene Meer hinaus bis zur Insel „Staritschki“.
2). Ein Hubschrauber-Flug ins Tal der Geysire mit mindestens einer Zwischenlandung und Wanderung in der Caldera des Vulkans Uson. Sie erleben den Rundflug über zwei grandiose Vulkane: Karymskij und Malyj Semjatschik. Anschließend fahren Sie mit einem Fahrzeug zur Siedlung Milkovo. Übernachtung in einem Ferienhaus. (Auto 280 km, ca. 4 Std.) (F/-/-)

4. Tag: zum See Dwuchjurtotschnoje

Am frühen Morgen fahren Sie mit Ihrem Geländefahrzeug nach Kosyrevsk, einer Siedlung der Jäger und Fischer am Fluss Kamtschatka. Von dort aus fliegen Sie mit einem Hubschrauber zum See Dwuchjurtotschnoje. Der See liegt im nördlichen Teil Kamtschatkas und ist von Bergen umringt. Jährlich sammeln sich an seinen Ufern und Zuflüssen unzählige Bären zum Lachsfang. Neben den Bären sind Stellersche Seeadler, Otter, Füchse und Nerze oft zu sehen. Während Ihres Fluges bei gutem Wetter genießen Sie umwerfende Ausblicke auf die höchsten Vulkane Eurasiens. Wanderungen am See in Begleitung eines bewaffneten Rangers, Beobachtung der Bären beim Fischfang. Auf Wunsch können Sie ein Bad in Heißwasserquellen nehmen. 2 Übernachtungen in Blockhäusern mit Mehrbettbelegung. (Auto 195 km; Hubschrauberflug ca. 40 min) (F/-/-)

5. Tag: See Dwuchjurtotschnoje

Morgens und gegen Abend können Sie Lachse und Bären beobachten. Tagsüber stehen Ihnen Angeln, Baden in Thermalquellen und Erholung zur Auswahl. Sie kosten Kaviar und Gerichte aus frisch gefangenem Lachs. (F/M/A)

6. Tag: Zum Vulkan Tolbatschik (3672 m)

Vormittags Bärenbeobachtung, Erholung. Nachmittags fliegen Sie nach Kosyrevsk zurück. Mit Ihrem Geländewagen fahren Sie zu den Vulkanen Ploskij (flacher) und Ostryj (hoch aufragender) Tolbatschik. Bei gutem Wetter bietet sich ein Panorama auf die gewaltigen Vulkane der Klutschevskaja-Gruppe (bis 4750 m). Unweit Ihres Zieles suchen Sie einen Platz für Ihr Zelt-Lager auf. 2 Übernachtungen in Zelten. (Auto: 90 km, ca. 4 Std.) (F/L/A)

7. Tag: Vulkan Ostryj Tolbatschik (3672 m)

Sie erkunden die Folgen des letzten Ausbruches 2013: Lava-Felder, Lava-Höhlen und Gestein. (zu Fuß ca. 5-6 Std.) (F/L/A)

8. Tag: Vulkan Ploskij Tolbatschik (3082 m)

Sie fahren zur nördlichen Seite der Vulkan-Gruppe und besteigen niedrige Vulkane (100-200 m). Nach einem Transfer zum südlichen Teil unternehmen Sie eine Wanderung in das Gebiet des „Jahrhundert-Ausbruchs“. Im Juli 1975 brach in der Gegend die Erde auf und die Eruptionen dauerten bis Dezember 1976. Feuer, Lava und Asche schossen bis zu 2,5 km in die Höhe. Die Asche verteilte sich auf einer Fläche von 12 km Durchmesser. Wälder verbrannten, Seen und Flüsse trockneten aus. Auf der vorher ebenen Fläche entstanden vier Krater mit Höhen von 100 bis 330 m. Auf Ihrer Wanderung besichtigen Sie das Asche-Plateau, mehrere kleine Krater und einen „Märchen-Wald“, der während des Vulkanausbruchs austrocknete. Im Anschluss bringt Sie Ihr Fahrzeug nach Kosyrevsk zurück. Nach der Unterbringung in Holzhütten einer Ferienanlage entspannen Sie sich in der Banja (russische Art der Sauna) (zu Fuß ca. 6 km; Auto 90 km, 3 Std) (F/L/A)

9. Tag: nach Petropoavlovsk

Am frühen Morgen fahren nach Petropavlovsk zurück. Mittagessen in der Siedlung Milkovo. Hotelunterbringung, Zeit zur freien Verfügung. (480 km, 6-7 Std.) (F/-/-)

10. Tag: Petropoavlovsk

Dieser Tag ist für optionale Ausflüge oder Erholung gedacht. Hotelübernachtung in Petropavlovsk. (F/-/-)

11. Tag: Rückflug

Transfer zum Flughafen, individueller Flug über Moskau nach Deutschland.
(F/-/-)

Im Preis inklusive:

  • 3 DZ-Übernachtungen im Hotel
  • 2 DZ-Übernachtungen im Ferienhaus
  • 2 Übernachtungen am See Dwuchjurtotschoje mit 4-6 Personen-Belegung
  • 2 Zeltübernachtungen mit 2er-Belegung
  • Verpflegung: lt. Reisebeschreibung
  • Eintrittsgelder für die Nationalparks
  • Alle Transfers mit Allrad-LKW lt. Programm
  • Hubschrauber-Flüge zum See Dwuchjurtotschnoje u. zurück
  • Banja-Besuch am 8. Tag
  • Gruppenausrüstung (Zelte, Koch-Equipment, Geschirr)
  • Koch während der Touren
  • Ortskundige englischsprachige Reiseleitung

Nicht eingeschlossen

  • Linienflüge: ab 1000,- EUR (bei uns buchbar)
  • Konsulatsgebühr für Visum: 100,- EUR (Stand: September 2017)
  • Einzelzimmer-Zuschlag: 240,- EUR (für 5 Hotel- und Ferienhausübernachtungen + 1-Personen-Zelt)
  • Flug ins Tal der Geysire: ca. 600,- EUR
  • Bootsausflug auf dem Pazifik: ca. 70,- EUR

Zahlungsmodalitäten

Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20%
Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 21 Tage

Buchung-Nr.: KV-108

  • Teilnehmerzahl: maximal 18 Personen
    (siehe unsere Allgemeinen Reisebedingungen, Punkt 5)
  • Sie benötigen für die Einreise nach Russland ein gültiges Touristenvisum, welches von BaikalTours eingeholt werden kann. Für deutsche Staatsangehörige beträgt die Visumbearbeitungsgebühr (Visumgebühren und – Besorgung) z. Zt. 100,- EUR pro Person. Für Staatsangehörige anderer Länder auf Anfrage. Bei einer Visumbeantragung weniger als vier Wochen vor der Abreise erhöht sich die Visumbearbeitungsgebühr (Preis auf Anfrage)

Vorraussetzungen

Gute Trittsicherheit in unwegsamen Geländen über Schnee bzw. Vulkanasche, gute Kondition für eine Wanderung bis zu 8 Std. mit Tagesgepäck. Komfortverzicht, Teamgeist und Hilfe beim Zelte-Aufstellen sind vorausgesetzt. Diese Reise ist nicht geeignet für Reisende mit stark eingeschränkter Mobilität. Alpinistische Erfahrungen sind nicht erforderlich. Unsere Reisen nach Kamtschatka haben den Charakter einer Expedition. Es gelingt nicht immer, das Reiseprogramm in der beschriebenen Reihenfolge durchzuführen. Deswegen behalten wir uns Programmänderungen vor, um den gesamten Zuschnitt der Reise zu gewährleisten.

Wegen des großen Interesses an diesen Exkursionen gelingt es nicht immer, eine Reiseleitung zu organisieren, deren Englischkenntnisse für eine fundierte Erklärung über Natur, Tierwelt sowie das Leben der Einheimischen ausreicht.

Die Reise war super, auch wenn wir nicht ins Tal der Geysire konnten. Aber der weitere Verlauf der Reise hat dafür entschädigt. Zunächst ging es ja zum See Dwuchjurtotschnoje. Auf dem Weg dorthin haben wir in Kosyrevsk übernachtet. Das Quartier war einfach, aber die Freundlichkeit der Gastgeber groß. Immer wieder bin ich überrascht, was so alles in den Gärten wächst – vom Gemüse bis zu den Blumen, die in keinem Garten fehlen dürfen. Am nächsten Tag hieß es erst einmal warten auf Flugwetter für den Hubschrauber, aber das hatten wir ja schon trainiert, als es zum Tal der Geysire gehen sollte. Doch dieses Mal geht es gut und wir sitzen im Hubschrauber, das Gepäck zwischen uns, und heben ab zum See, wo wir hoffentlich Bären zu Gesicht bekommen werden. Schon am Abend geht es los zum Flusslauf über einen sehr matschigen Weg, an den wir uns noch gewöhnen werden. Auch wenn ich schon am Kurilensee Bären beobachten konnte, bin ich wieder fasziniert, diese Tiere so hautnah beobachten zu können. Ich habe sogar das Gefühl, dass es hier etwas „natürlicher“ ist. Spannend zu sehen, wie unterschiedlich geschicklich die Bären beim Lachsfang sind und die jüngeren einen Sicherheitsabstand zu den älteren halten. Oder wie einige Bären versuchen durch so etwas wie Drohgebärden anderen die gefangenen Lachse abzunehmen. Schon bald mussten wir von diesem Ort Abschied nehmen und ich stelle fest: Hubschrauberfliegen macht Spass, auch wenn es sehr laut ist.

Zurück in Kosyrevsk steigen wir in unser Geländefahrzeug um. Es geht in Richtung der Vulkane und unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt: wir werden 5 Stunden für ca. 75 km brauchen. Aber als wir bei Sonnenuntergang auf der schwarzen Hochebene der Vulkane ankommen, bin ich von der Stimmung wie verzaubert, Zelte aufstellen und genießen.

Am nächsten Tag geht es zum Lavafeld von einem Ausbruch von 2013, an dem wir entlanggehen und es überqueren. Ich könnte hier einen ganzen Tag verbringen, um die verschiedenen Lavaformen zu bestaunen. Dann steigen wir auf den Vulkan, der das alles zustande gebracht hat. Am Kraterrand gibt es Feuerwerk der Farben: Lavagestein in gelb, rot, orange, blau und schwarz.

Es stinkt noch gewaltig nach Schwefel, heiße Luft steigt hoch, die die Lunge reizen. Wir werfen einen Blick auf das morgige Ziel, den Tolbatschik, der sich in der Ferne erhebt. Am nächsten

Morgen um 8 Uhr ist es dann so weit und wir stehen wieder am Lavafeld, das verhindert, dass das Auto noch weiter heranfahren kann. Wir haben Superwetter, Sonnenschein und kaum Wind, was den Aufenthalt auf dem Kraterrand auf 2800m Höhe erträglich machen wird. Aber erst einmal heißt es steigen, steigen, steigen bis ich endlich oben bin, einen Höhenunterschied von 1800m habe ich bisher noch nicht überwunden und so bin ich und ich glaube die anderen auch, als gegen 14:30 Uhr auf dem Kraterrand stehen. Ich schaue überwältigt in den mehr als 500m tiefen Krater mit einem Durchmesser von 1,8 km. Zur Stärkung gibt es heißen Tee, Brot, Käse und Wurst, alles von Igor, unserem Reiseleiter, hochgetragen. Unterwegs hat uns Kostja mit Wasser aus Bachläufen versorgt. Schließlich sind wir auch alle wieder heil unten angekommen, und zu meinem Erstaunen habe ich am nächsten Tag keinen Muskelkater.

Am letzten Tag fahren wir zum Jahrhundert-Ausbruch (Juli 1975-Dezember 1976). Als wir auf einem der neuen Vulkane stehen, die bei diesem Ausbruch bzw. Aufbruch der Erde entstanden sind, haben wir einen guten Überblick über das Ausmaß des damaligen Geschehens. Kaum zu glauben, dass da, wo fast bis zum Horizont alles unter Asche liegt, früher einmal grünes, fruchtbares Land gewesen ist mit Seen, Bächen, Rentierherden, Wäldern. Als wir später durch den toten Wald gehen, hat es schon etwas Gespenstiges, aber auch Hoffnungsvolles, denn das erste Grün sprießt wieder, Blumen blühen, das Leben kehrt langsam zurück. Am nächsten Tag heißt es Abschied nehmen, die 75 km schaffen wir dieses Mal in 4 Stunden. Mit vielen Bildern im Herzen und im Fotoapparat kehre ich zurück.

Vielen Dank an Igor, Kostja, den Fahrer und die Küchendamen: wir sind gut versorgt und bekocht worden. Eine empfehlenswerte Reise. Ich habe ja auch schon an der Reise „Kurilensee mit den Vulkanen Goreli und Mutnovski“ teilgenommen, aber diese Reise fand ich noch interessanter: nah bei den Bären und nah bei den Vulkanen.

Die Agentur vor Ort hat alles gut organisiert bis auf die Tatsache, dass Igor nicht mit einem Schild „Baikaltours“ am Flughafen stand. Da müsstest Du bei einem nächsten Mal darauf hinweisen. Auch alle anderen Informationen zum Reiseablauf, dem Umsteigen auf dem Flughafen, Gepäckliste waren wie gewohnt von Baikaltours gut und hilfreich.

Gisela Hoffmann

aus Rickling

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Hallo Herr Tscherkaschenin,

wir wollen uns kurz von einer wunderschönen Reise zurück melden. Alles hat gut geklappt. Falls Sie noch Detailinformationen möchten, werden wir Sie gerne noch mal aufsuchen.

Liebe Grüße aus Geldern

Doris Illner & Hans-Günter Verhoeven

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Eine Sehnsucht hat sich erfüllt! Nach einem angenehmen Flug mit der russischen Aeroflot von Moskau über den nördlichen Ural, den Polarkreis überfliegend nach Osten, drehen wir nach Südost ab und nach 9 Stunden Flugzeit tauchen aus dem Wolkenmeer die ersten Vulkankegel auf, Kamtschatka ist erreicht. Von den angebotenen Optionen am ersten Tag in Petropawlowsk wähle ich die Bootsfahrt. Beeindruckend sind auch bei trübem Wetter die bizarren, steil aus dem Wasser aufragenden Felsnadeln in der Awatscha-Bucht, dicht bevölkert von kreischenden Möven und anderen Seevögeln. Aus der Ferne grüßt der schneebedeckte Korjakskij-Vulkankegel. Mit dem Schlauchboot kommen wir den Felsen noch etwas näher, beobachten den farbenprächtigen Gelbschlupflund – einen „Papageientaucher“ – und ab und zu taucht ein Seehund auf.

Am nächsten Morgen versammelt sich unsere Gruppe, um mit einem allradgetriebenen LKW „Ural“ mit komfortablen Busaufbau 600 km nach Norden aufzubrechen. Vom typisch sibirischen Dorf Kosyrewsk bringt uns der Hubschrauber in 40 Minuten in das Camp Dwuchjurtotschnoje, mitten in der Taiga gelegen. Einem regnerischen Empfang folgen abends und morgens spektakuläre Bärenbeobachtungen unter Obhut eines erfahrenen Wildhüters und seiner bewaffneten Begleiter am nahegelegenen Flussufer. Mit welcher Geschicklichkeit die Kamtschatka-Bären mit ihren gewaltigen Pranken die Lachse aus dem Wasser fischen und anschließend gekonnt zerlegen ist eine Augenweide. Wir können dieses Schauspiel aus naher Distanz beobachten. Der Auslöser unserer Kameras ist ununterbrochen in Aktion.

Kulinarisch werden wir im Camp von zwei freundlichen sibirischen Hausfrauen verwöhnt. Fischsuppe, geräucherter Lachs und frischer feinkörnig knackiger Kaviar vom Keta-Lachs sind eine köstliche Delikatesse, wie sie in dieser Qualität kein 5-Sterne-Restaurant bieten kann.

Später schlagen wir nach einer abenteuerlichen Geländefahrt mit unserem „Ural“ spätabends unsere Zelte auf einem Vulkan-Aschenfeld in 800 m Höhe auf. Eine völlig andere Landschaft umgibt uns. Rotbraune Lava-Felder, erkaltete Lava-Ströme, hohlraumdurchsetzte Felsbrocken, verkohlte Baumstämme vom letzten Ausbruch des Ploskij Tolbatschik 1975/76, das erste Grün der sich wieder mit Pflanzenwuchs belebenden Natur und völlig unerwartet herrlich blühende Bergblumen inmitten der von Lava geprägten Landschaft – all das fasziniert mich. Touristischer Höhepunkt der Reise ist die Wanderung zum Kraterrand zwischen den beiden „Tolbatschiks“ auf 2800 m Höhe. Für den reichlich 6-stündigen Anstieg mit 2000 Höhenmetern über Asche-, Geröll- und Schneefelder mit einem steilen Schluss und den über 4-stündigen Abstieg braucht man eine gute Kondition und Ausdauer. Diese Mühe wird mit einmaligen Ausblicken auf schneebedeckten Vulkane Ploskij (3062 m) und Ostrij Tolbatschik (3672 m), in den 500m tiefen Krater mit pausenlosem Steinschlag und in die weite urwüchsige Landschaft belohnt.

Solche Erlebnisse bleiben mit vielen Fotos und vor allem dank der Gastfreundschaft und Unterstützung unserer tollen sibirischen Begleiter und Freunde stets in guter Erinnerung. Einen herzlichen Dank an Baikaltours und die örtliche Partneragentur mit ihrer Mannschaft für die Konzeption und perfekte Organisation dieser Reise. Sergej Tscherkaschenin von Baikaltours hat mir mit der Hotelbuchung in Moskau einen individuellen Wunsch erfüllt, um als Abschluss noch 4 Tage die Hauptstadt Russlands auf eigene Faust zu erkunden – bolschoje spasibo!

Dr. Siegfried Müller

aus Dresden